Verfasst von: bennimmo | Oktober 2, 2009

Menschen

webdesignWir hier bei African Renewal brauchen Gebetsunterstützung. So gut wie jeden Tag haben wir jemanden an der Tür, der irgendeine schwierige Situation durchmacht und Hilfe benötigt. Meistens brauchen diese Menschen Geld. Es ist uns nicht möglich, ihnen Geld zu geben, da wir selbst mit dem Geld, dass wir haben, kaum auskommen.

Manchmal können wir aber Tips geben, wie sie aus ihrem Loch herauskommen, mit ihnen beten. Luanda, z.B., kam als Obdachloser zu uns und wollte nur Gebet. Er hat direkt sein Leben Jesus übergeben und kam seitdem einige Male in unsere Gemeinde. Da ich ihn lange nicht gesehen habe nehme ich an, dass er ist in seine Heimatstadt, Port Elisabeth, zurück gekehrt ist. Das war sein Plan.

Seit über einem Jahr begleite ich Andile aus Masiphumelele, einem nahegelegenen Armenviertel. Er hat seine Prüfung zum Touristenführer bestanden und letzten Mittwoch seinen ersten Job begonnen. Ich hoffe er lernt mit seinem ersten selbstverdienten Geld richtig umzugehen.

Nathan machte erst sehr gute Fortschritte. Nach seiner Drogen-Reha kam er jeden Tag hierher, um etwas zu essen und uns zuhelfen. Nun ist er wieder Rückfällig geworden und lebt wieder auf der Straße. Ähnlich ist es mit Paul aus Zambia. Er ist uns ein enger Freund geworden und war lange Zeit auch an die Gemeinde angebunden. Nun ist er wieder in seinen alten Lebenstil versunken und will nicht wieder zurück. Nachdem er in verschieden Räumen gewohnt hat, lebt er nun wieder auf der Straße. Seine Haltung uns gegenüber verletzt uns sehr, nachdem wir so viel in ihn hinein investiert haben und ihn sehr lieb gewonnen haben. Wir erkennen ihn nicht wieder.

Diese Schicksale begegnen uns sehr häufig und wir wollen helfen, wo wir können. Ich lerne oft in diesen Situationen meine Grenzen kennen.

Gleichzeitig bin ich mit meinen eigenen Praktikanten beschäftigt. Marcus, Grace und Jeff aus meinem Grafik-Kurs sitzen nun täglich mit mir im Büro und arbeiten an Internetseiten für zwei Kunden. Damit lernen sie den Stoff aus dem Unterricht praktisch umzusetzen und sie können auch ein bisschen Geld verdienen. Wir haben entschieden für die nächsten Monate mit diesem kleinen Unternehmen weiter zu machen, bevor wir Anfang nächsten Jahres wieder den nächsten Kurs anbieten. Somit investieren wir intensiever in die Leben meiner Ex-Schüler, bevor sie hoffentlich eine richtige Arbeitsstelle angehen werden.


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